Frage 3: Interkulturelle Öffnung?

Interkulturelle Öffnung strebt den Abbau von Zugangsbarrieren an. Dabei geht es darum, die Teilhabechancen aller Menschen in unserer Gesellschaft zu erhöhen. Indem sie die unterschiedlichen Lebensformen, Interessen und Bedürfnisse aller berücksichtigen, können sich Organisationen, Institutionen und Unternehmen interkulturell öffnen. Vielfalt soll anerkannt und wertgeschätzt werden. Interkulturelle Öffnung ist ein längerfristiger Prozess der Qualitätsentwicklung und eine Querschnittsaufgabe, die in allen Arbeitsfeldern und auf allen Hierarchieebenen umgesetzt werden sollte.

Dazu entwickeln Institutionen und Unternehmen bestimmte Ziele. Diese beziehen sich auf die Ebenen:

  1. der Organisationsstruktur,
  2. des Personals,
  3. der Angebote, Dienstleistungen bzw. Produkte,
  4. der Kooperation und Vernetzung nach außen.

Interkulturelle Öffnung bietet viele Vorteile: Sie fördert Chancengleichheit und steigert Motivation, Identifikation und Produktivität. Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden nimmt zu. Neue Märkte können erschlossen, neue Zielgruppen gewonnen werden. Interkulturelle Öffnung optimiert die Organisationsentwicklung – und leistet einen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit und zur Demokratie.

Interkulturelle Kompetenzen sind unverzichtbarer Bestandteil des professionellen Selbstverständnisses von Betrieben und Institutionen in der Einwanderungsgesellschaft. Sie beinhalten berufsrelevantes Wissen der Mitarbeitenden, z. B. über Migration und damit verbundene Rechtsfragen und Lebenslagen, einen reflektierten Umgang mit Vorurteilen und eine adäquate Reaktion auf Hürden bei der Kommunikation in deutscher Sprache. Betriebe und Institutionen sind aber auch als Organisationen gefragt. Sie sollen sich interkulturell öffnen. Dabei geht es z.B. um Fragen der mehrsprachigen Beschilderung im Amt, die Unterstützung der Kommunikation in multikulturellen Belegschaften oder um Möglichkeiten, Arbeits- oder Ausbildungsplätze für Migrantinnen und Migranten attraktiver zu machen. Die Themen berühren alle organisationellen Bereiche von der Öffentlichkeitsarbeit bzw. vom Marketing bis hin zur Personalgewinnung und -entwicklung: Wie erreichen wir alle Bevölkerungsgruppen mit unseren Angeboten? Wie gestalten wir Stellenausschreibungen, so dass sich auch Migrantinnen und Migranten angesprochen fühlen? Wer darf welche Fortbildung machen? Überall hier geht es um strukturelle Veränderungen im Sinne interkultureller Öffnung. Interkulturelle Öffnung beinhaltet nicht eine einzelne Maßnahme, z. B. eine Fortbildung für Mitarbeitende, sondern ist eine langfristige Strategie, die auf die jeweilige Institution bzw. den jeweiligen Betrieb zugeschnitten wird.

Interkulturelle Öffnung bietet viele Vorteile: Sie fördert Chancengleichheit und steigert Motivation, Identifikation und Produktivität. Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden nimmt zu. Neue Märkte können erschlossen, neue Zielgruppen gewonnen werden. Interkulturelle Öffnung optimiert die Organisationsentwicklung – und leistet einen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit und zur Demokratie.

Beispiele regionaler IQ Angebote:

  • In Schleswig-Holstein schult das IQ Teilprojekt "diffairenz" zur interkulturellen Öffnung und Antidiskriminierung: zur Webseite
  • Das IQ Teilprojekt "Interkulturelle Öffnung der Regelinstitutionen" berät und begleitet Jobcenter, Agenturen für Arbeit und öffentliche Verwaltungen in Brandenburg: zur Webseite 
  • In Baden-Württemberg gibt es diverse Angebote zur interkulturellen Öffnung von Arbeitsmarktakteuren – dabei auch so spezifische wie zur interkulturellen Öffnung im Gesundheitswesen: zur Webseite
  • In Bayern wendet sich das IQ Teilprojekt „IKÖ und Diversity Management“ ganz gezielt auch an Unternehmen: zur Webseite
  • In Niedersachsen konzentriert sich IQ auf die Erweiterung der interkulturellen Kompetenz von Führungspersonal und Mitarbeitenden in der Arbeitsverwaltung sowie in kleinen und mittelständischen Unternehme (KMU): zur Webseite

Beispiele bundesweiter IQ Angebote:

  • Gerne beraten und informieren Sie die IQ Teilprojekte vor Ort, wenn Sie sich für eine kulturelle Öffnung Ihrer Organisation, Institution oder Ihres Unternehmens interessieren. Wenden Sie sich direkt an das IQ Netzwerk in Ihrem Bundesland: zur Webseite
  • Die IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung stellt fachliche und praxisrelevante Informationen bereit, z. B. in Form von Veröffentlichungen und Vorträgen, Schulungen/Trainings sowie Beratungen: zur Webseite
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