Newsletter Dezember 2018

1. Wochenkalender 2019
2. Abschlussveranstaltung "Rückblick – Ausblick"
3. Rückblick auf die Qualifizierungsmaßnahme "PULS –
Pflege und Sprache lernen"
4. Feedback eines Teilnehmers: Brückenmaßnahme für Bauingenieurinnen und Bauingenieure
5. Erfolgreiche Kooperation im IQ Landesnetzwerk SH
6. Deutsch C1 für angehende Kursleitungen in Integrationskursen
7. Wimmelbild: „Der Schutz vor Diskriminierung ist ein Menschenrecht!"
8. Mit Recht gegen Diskriminierung: Handreichung zum Empowerment durch Rechtsschutz
9. Women's World Café 2018
10. Neues aus dem Teilprojekt "diffairenz"
11. Online-Lexikon ALEX erklärt die Vielfalt des Arbeitsmarktes
12. Neuer Flyer: Warum eine berufliche Anerkennung auch in Dualen Berufen wichtig ist

 

Was war? Was ist? Was wird? –
Wochenkalender 2019

Der Wochenkalender 2019 des IQ Netzwerks Schleswig-Holstein bilanziert die aktuelle Förderperiode 2015–2018 in Schleswig-Holstein und gibt einen Ausblick auf die Zukunft des IQ Netzwerks. Neben Platz für Termine und Notizen versammelt der praktische Begleiter für das Jahr 2019 Erfahrungen der letzten vier Jahre aus der Arbeit der Projekte sowie allgemeine Informationen zum Netzwerk.         

Der IQ Wochenkalender kann kostenfrei unter iq-koordination@frsh.de bestellt werden.


IQ Koordination Schleswig-Holstein, HS1–2

 

Abschlussveranstaltung "Rückblick – Ausblick"

Am 18.12.2018 veranstaltete das IQ Netzwerk Schleswig-Holstein eine Abschlussveranstaltung im Wissenschaftszentrum in Kiel. Ziel war, die Arbeit des IQ Netzwerks Schleswig-Holstein in der auslaufenden Förderperiode zu bilanzieren, Anspruchsgruppen zu vernetzten und zu motivieren, um schließlich gestärkt ins nächste Jahr zu starten. Dazu waren 100 Teilnehmende gekommen. Neben Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs aus dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, der die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnete, waren unter anderem Mitarbeitende aus dem Netzwerk, politische und Vertreterinnen und Vertreter relevanter Verwaltungen sowie einige Teilnehmende der Maßnahmen anwesend. Unter anderem berichteten vier Teilnehmende, darunter ein Arzt, eine Deutschlehrerin an der VHS, ein Bauingenieur und ein Mechatroniker für Kältetechnik von ihren Erfahrungen und Erfolgen innerhalb der Maßnahmen des IQ Netzwerks Schleswig-Holstein. "Es war toll mal zu sehen was von unserer Arbeit bei den Menschen ankommt und wie stark Betroffene von unseren Angeboten profitieren. Da weiß man gleich wieder, warum und für wen man diese Arbeit macht. Das motiviert!", schilderte Kristina Marcinkowski, die in der IQ Koordination die Öffentlichkeitsarbeit verantwortet und eher selten das direkte Feedback der Teilnehmenden mitbekommt. Doch es kamen auch Mitarbeitende aus dem IQ Netzwerk Schleswig-Holstein zu Wort und stellten ihre Projekte der letzten Förderperiode vor – mit den Höhen und Tiefen, Erfolgen und Herausforderungen, Chancen und Risiken. Martin Link, Geschäftsführer des Flüchtlingsrats Schleswig-Holstein, stimmte die Besucherinnen und Besucher in seiner Begrüßung auf die übergeordnete Thematik der Integration von Zugewanderten ein. Einen Überblick über die auslaufende Förderperiode und den erwarteten Ausblick auf die Zukunft des IQ Netzwerks Schleswig-Holstein in der Förderperiode 2019–2022 erhielten die Gäste durch die Landeskoordinatorin Farzaneh Vagdy-Voß.

Am Ende der Veranstaltung trugen die Vielfalt "deutscher Hausmannskost" und eine thailändische Currysuppe dazu bei, dass sich Teilnehmende nicht nur über ihre Erfahrungen austauschten und vernetzten, sondern auch den Imbiss genießen konnten, sodass die erfolgreiche Abschlussveranstaltung in Ruhe ausklingen konnte.


IQ Koordination Schleswig-Holstein, HS1–2

 

Rückblick auf die Qualifizierungsmaßnahme "PULS Pflege und Sprache lernen"

Nicht nur das Jahr 2018 neigt sich dem Ende, sondern auch die Qualifizierungsmaßnahme PULS geht mit der auslaufenden Förderperiode zu Ende – es wird Zeit zurückzublicken. In der Maßnahme wurden zum einen Kenntnisse in der Pflege vermittelt und zum anderen Berufsbezogene Sprache erlernt, damit Zugewanderte und Geflüchtete als Pflegehelferin oder Pflegehelfer auf dem hiesigen Arbeitsmarkt ankommen können.              

Wir, Mitarbeitende, Lehrkräfte, Coaches und die Projektleitung, können auf ein spannendes Projekt mit vielen Begegnungen, aber auch Herausforderungen zurückblicken. Alles in allem sind wir dabei zufrieden mit den Fortschritten, die alle Teilnehmenden gemacht haben, aber auch mit den Perspektiven, die sich ihnen jetzt bieten.
Von den insgesamt 34 Teilnehmenden aus den beiden Kursen im Jahr 2018 waren 13 Frauen und 21 Männer. Die Herkunftsländer waren Eritrea, Afghanistan, Irak, Iran, Jemen, Syrien, Elfenbeinküste und Libanon.   
Die schriftliche und fachpraktische Pflegeprüfung haben alle Prüflinge bestanden, eine tolle Leistung! Auch der erste Blick auf das Einmünden in den Arbeitsmarkt hinterlässt einen positiven Eindruck: Fünf Teilnehmende sind in eine Fachkraftausbildung gestartet, acht von ihnen haben eine Arbeit als Pflegehelferin und Pflegehelfer begonnen oder es liegt ein Stellenangebot vor.     
Beim Nachmittagskurs zeigt sich eine ähnliche Tendenz: Eine Teilnehmerin hat bereits eine Ausbildung begonnen, nachdem ihr Schulabschluss anerkannt wurde, zwei Teilnehmerinnen arbeiten mittlerweile als Teilzeitkraft in ihren Praktikumsbetrieben mit der Perspektive eine Vollzeitstelle anzutreten. Für drei Personen gibt es schon konkrete Übernahmeangebote, bei den anderen läuft noch das Anerkennungs- oder Bewerbungsverfahren. Mit der Begleitung in Arbeit und Ausbildung endet für uns als Mitarbeitende ein Projekt – für die Teilnehmenden aber beginnt ein Arbeitsleben in Deutschland und damit ist ein weiterer Schritt in Richtung Teilhabe gegangen.
Zielgruppen dieser Maßnahme waren Personen ohne abgeschlossene Ausbildung, die jedoch familiäre oder berufliche Erfahrung in der Altenpflege hatten.


Teilprojekt PULS – Pflege und Sprache lernen (UTS e. V.)

 

Feedback eines Teilnehmers: Brückenmaßnahme für Bauingenieurinnen und Bauingenieure

Herr Ummed besuchte von Mai bis November 2018 die IQ Brückenmaßnahme für Bauingenieurinnen und Bauingenieure. Seit Dezember 2018 hat er eine Stelle als Bauingenieur beim Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) angetreten. In seiner Mail an den Projektleiter Benjamin Kindler bedankt er sich für die Unterstützung durch das Projekt:

 
Sehr geehrter Herr Benjamin,
 
ich freue mich sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass ich einen Job beim LBV erhalten habe und meine Arbeit als Bauingenieur ab dem 1. Dezember 2018 beginnen werde.
 
Zunächst möchte ich dem IQ Netzwerk Schleswig-Holstein für die Durchführung von Programmen zur Unterstützung von Flüchtlingsingenieuren danken. Vielen Dank für die tolle Brückenmaßnahme für Bauingenieurinnen und Bauingenieure. Der Inhalt war sehr interaktiv, gut verwaltet und sehr gut zusammengestellt.
 
Durch diese Maßnahme habe ich nicht nur meine Deutschkenntnisse verbessert, sondern ich konnte auch meine Fähigkeiten im Projektmanagement weiter vertiefen und habe umfassendes Wissen in Baurecht (VOB, HOAI, BGB, VOL), DIN-Normen, Stahlbau, Massivbau, Holzbau und Straßenbau erworben. Während dieses 6-monatigen Intensivkurses hatte ich nicht nur Vorlesungen von verschiedenen Professoren der TU Lübeck, sondern auch praktische Kenntnisse und Einblicke in die tägliche Arbeit eines Bauleiters und Bauingenieurs.
 
Herr Benjamin, vielen Dank für Ihre zusätzliche Unterstützung, insbesondere für die Hilfe, die Sie mir beim Schreiben meines Lebenslaufs und meines Bewerbungsschreibens gegeben haben.
 
Mit freundlichen Grüßen
Melad Ummed


Herr Ummed – Absolvent der Brückenmaßnahme für Bauingenieurinnen und Bauingenieure in Schleswig-Holstein

 

Erfolgreiche Kooperation im IQ Landesnetzwerk SH

„Mein fairer und diskriminierungsfreier Arbeitsplatz – Grundlagen, Rechte und Beratung“, Erfolgreiche Kooperation im IQ Landesnetzwerk SH: Workshops zum Thema Diskriminierungsschutz und Arbeitnehmendenrechte für Teilnehmende von Qualifizierungsmaßnahmen.


Migrantinnen und Migranten, Geflüchtete und Asylsuchende werden schon bei der Arbeits-/Ausbildungsplatzsuche regelmäßig benachteiligt, geraten oft in prekäre und ausbeuterische Beschäftigungsverhältnisse und werden zudem häufig am Arbeitsplatz diskriminierend angefeindet. Ein diskriminierungsfreier Zugang zum Arbeitsmarkt und eine faire Behandlung im Arbeitsleben gehören jedoch zu den Fundamenten einer gelingenden Integration aller Zugewanderten. Für den erfolgreichen Einstieg ins Arbeitsleben (Neu-) Zugewanderter sind daher die Vermittlung von Grundkenntnissen über arbeitsrechtliche Standards und Regelungen zum Diskriminierungsschutz unentbehrlich. Beratung und Empowerment sind deshalb zentrale Aspekte der IQ Projekte „Mit Recht gegen Diskriminierung!“, welches Workshops zum rechtlichen Diskriminierungsschutz durchführt, und „IQ Faire Integration Schleswig-Holstein“, das individuelle Beratung zu allen arbeitsrechtlichen Belangen von Geflüchteten anbietet.
Im Spätsommer 2018 hatten wir die Gelegenheit, im Rahmen einer Projektkooperation die Angebote der beiden oben genannten IQ Projekte in zwei Workshops für die Teilnehmenden der IQ Qualifizierungsmaßnahme "PULS – Pflege und Sprache lernen" zugänglich zu machen. In den Workshops wurden grundlegende Arbeitnehmendenrechte sowie die Verpflichtung der Arbeitgebenden, Diskriminierungen im Arbeitsleben entgegenzutreten, behandelt. Erfahrungsaustausch, eigene Fragen der Teilnehmenden und die Wissensvermittlung gingen dabei Hand in Hand – es gab so manches „Aha-Erlebnis“. Der rege Austausch untereinander und die Tatsache, dass Ausbeutung und Diskriminierung am Arbeitsplatz zwei sich gegenseitig verschärfende Aspekte unfairer Arbeitsbedingungen sind, haben erneut gezeigt, dass die Aufklärung der Teilnehmenden zu beiden Themenbereichen – Diskriminierungsschutz und Arbeitnehmendenrechte – maßgeblich dazu beitragen, dass der Einstieg in eine faire Beschäftigung gelingt und nachhaltig wirkt.


Ulrike Kohlmann/Stefan Wickmann,
Teilprojekte „Mit Recht gegen Diskriminierung“ und „Faire Integration Schleswig-Holstein“ (Antidiskriminierungsverband SH (advsh e. V.))

 

Deutsch C1 für angehende Kursleitungen in Integrationskursen

In dem im März 2018 begonnenen Kurs haben die Teilnehmenden bereits viel geschafft: Sie haben sich in insgesamt 480 Unterrichtsstunden intensiv auf die C1 Prüfung vorbereitet. Dies beinhaltete sowohl Deutschunterricht als auch die konkrete Prüfungsvorbereitung. Zusätzlich wurden sie auf ihrem Weg zur Kursleitung in Integrationskursen noch von Lerncoaches unterstützt, die ihnen wertvolle Hilfestellungen für ihren späteren Unterricht mit auf den Weg gegeben haben. Am 28. September 2018 wurde dann schließlich die C1-Prüfung absolviert. Während die Teilnehmenden derzeit noch auf die Prüfungsergebnisse warten, sind sie parallel dazu in die Fortbildung ‚Anderes DaZ/DaF Zertifikat‘ gestartet. Diese neue Ergänzung unserer Maßnahme besteht aus 100 Unterrichtsstunden, die vom Institut für Berufliche Bildung AG (IBB) als Online-Seminar angeboten werden. Konkret bedeutet das, dass die Teilnehmenden sechs Wochen lang an vier Vormittagen von zu Hause aus am Online-Unterricht teilnehmen. Zusätzlich dazu werden sie einmal in der Woche in der Volkshochschule Neumünster durch Präsenzunterricht von einer Dozentin unserer Maßnahme bei der Vertiefung und Wiederholung der Schulungsinhalte unterstützt. Abgeschlossen wird die Fortbildung durch ein Portfolio, das innerhalb von zwei Wochen nach Ende des Online-Unterrichts erstellt werden muss. Dieses Portfolio beinhaltet die Konzeption einer 90-minütigen Unterrichtseinheit sowie eine Lehrwerksanalyse als Voraussetzung für das angestrebte BAMF-Zertifikat. Unser Kurs ist damit am 20. Dezember 2018 abgeschlossen – für unsere Teilnehmenden steht danach der Weg offen, selbst als Lehrkraft für Deutschunterricht in Integrationskursen tätig zu werden.

 

Teilprojekt Deutsch C1 für angehende Kursleitungen in Integrationskursen, VHS Neumünster

 

Wimmelbild: „Der Schutz vor Diskriminierung ist ein Menschenrecht!"

Der Handlungsschwerpunkt „Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung“ im IQ Landesnetzwerk SH hat zum Thema Antidiskriminierung ein Wimmelbild-Plakat veröffentlicht.

Eine erklärende Broschüre erläutert die Diskriminierungsszenen des Wimmelbilds, die Menschen mit Migrationserfahrung täglich in ganz Deutschland und auch in Schleswig-Holstein erleben, gibt rechtliche Erläuterungen zum Diskriminierungsschutz nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und Hinweise auf Beratungs- und Unterstützungsangebote im Bundesland.
Diskriminierung wird in allen Lebensbereichen erlebt, doch besonders häufig finden Benachteiligung und Diskriminierung im Arbeitsleben statt.
Weitere Informationen zum Wimmelbild und zur Begleitbroschüre erhalten Sie unter: https://www.iq-netzwerk-sh.de/angebote/schulungen/wimmelbild-antidiskriminierung/ 

Das Wimmelbild und die Broschüre können kostenfrei bezogen werden unter: iq-koordination3@frsh.de


Astrid Petermann, Koordination HS3,
Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung
(Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V.)

 

Mit Recht gegen Diskriminierung: Handreichung zum Empowerment durch Rechtsschutz

„Wer diskriminiert wird, wird ausgeschlossen – und wer sich nicht wehrt, hat bereits verloren!“

Ziel des IQ Projektes „Mit Recht gegen Diskriminierung! – Blickpunkt Migrationshintergrund und Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein“ ist es, Akteurinnen und Akteure des Arbeitsmarktes durch Schulungen und Informationsveranstaltungen über Handlungsmöglichkeiten aufzuklären, um Benachteiligungen von Migrantinnen und Migranten beim Arbeitsmarktzugang zu verhindern und Diskriminierungen im Arbeitsleben entgegenzuwirken. Einen weiteren Fokus richten wir auf das mindestens ebenso wichtige Empowerment Betroffener: Mit unseren Workshops klären wir deshalb auch (potentielle) Opfer von Diskriminierung über die rechtliche Situation auf und zeigen, wie Benachteiligungen im Arbeitsleben mit rechtlichen Instrumenten verhindert oder wie sich gegen sie zur Wehr gesetzt werden kann.
Mit der von uns herausgegebenen Handreichung „Wer diskriminiert wird, wird ausgeschlossen – und wer sich nicht wehrt, hat bereits verloren!“ möchten wir allen von Diskriminierung und Benachteiligung betroffenen und bedrohten Menschen eine Hilfe an die Hand geben und dazu ermutigen, sich aktiv gegen Diskriminierung zur Wehr zu setzen und ihr Recht auf Gleichbehandlung durchzusetzen. Die Handreichung bietet Informationen zum Diskriminierungsschutz und vermittelt Handlungsstrategien, wie mit rechtlichen Mitteln wirksam gegen Diskriminierung und Ungleichbehandlung vorgegangen werden kann. Mit zahlreichen Praxisbeispielen soll Betroffenen die Möglichkeit gegeben werden, sich in unterschiedlichen Situationen wiederzufinden. Die Handreichung richtet sich direkt an Menschen, die von Diskriminierung bedroht oder betroffen sind, an ihre Unterstützenden und an Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten.

Die Handreichung kann ab Dezember 2018 kostenfrei hier bezogen werden:
Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein (advsh) e. V.
Mail: iq-projekt@advsh.de

 

Hanan Kadri/Stefan Wickmann, Teilprojekt „Mit Recht gegen Diskriminierung! – Blickpunkt

Migrationshintergrund und Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein“ (advsh e.V.)

 

Women's World Café 2018

Das Women´s World Café wurde am 17. November 2018 in vierter Auflage unter IQ Beteiligung mit regem Interesse der Teilnehmerinnen durchgeführt. Vertreten durch die beiden IQ Projekte „Mit Recht gegen Diskriminierung! – Blickpunkt Migrationshintergrund und Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein“ und „Faire Integration Schleswig-Holstein“ gab es Infos zu Themen wie Integration von kopftuchtragenden Frauen auf dem Arbeitsmarkt, Ausbildungsmöglichkeiten sowie Selbstorganisation von Frauen mit Migrationshintergrund.



Teilprojekte „Mit Recht gegen Diskriminierung“ und „Faire Integration Schleswig-Holstein“ (Antidiskriminierungsverband SH (advsh e. V.))

 

Neues aus dem Teilprojekt "diffairenz"

Im Jahr 2018 entstanden im IQ Projekt „diffairenz: Schulungen zur interkulturellen Öffnung und Antidiskriminierung“ Publikationen, die sowohl die praktische Arbeit von Referentinnen und Referenten unterstützen, als auch als „Anregung“ im Kontext interkultureller Kompetenzentwicklung und Netzwerkarbeit fungieren können:

  1. Wer sich in der Arbeit mit geflüchteten Menschen ehrenamtlich engagiert, macht viele positive Erfahrungen, erlebt mitunter aber auch viel Frust. Zum Beispiel können Missverständnisse und gegenseitige Irritationen entstehen: durch sprachliche Barrieren oder auch aufgrund der jeweiligen Ausgangslage und Perspektive, aus der heraus wir eine Situation oder ein Verhalten wahrnehmen und interpretieren. Diffairenz bietet Workshops zu diesen Themen an und möchte damit zur Reflexion der eigenen „Brille“ anregen und den Raum bieten, sich über das Schöne wie auch das Schwierige am Ehrenamt mit anderen auszutauschen und Handlungsmöglichkeiten für eine gelingende Verständigung zu diskutieren. Dazu hat das Projekt eine Arbeitshilfe entwickelt.
  2. Eine auf den ersten Blick eher ungewöhnliche Publikation: ein Daumenkino. Vorwärts abgespielt präsentiert es eine Geschichte über Solidarität, Gemeinsamkeiten und die Möglichkeiten der Verständigung; rückwärts eine über den Aufbau von Hürden und Hindernissen, die der Kommunikation und Verständigung im Weg stehen. Im Unterricht, in Trainings und Seminaren bietet das Daumenkino eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten und stellt bei Veranstaltungen und auf Informationstischen ein charmantes Give-away dar.
  3. Auch in 2019 erscheint ein neuer diffairenz-Mousepad-Kalender. Als täglicher Arbeitsbegleiter erinnert das Mousepad an wichtige Termine und bietet Notizfläche für spontane Einfälle und Gedankenstützen sowie spielerische Anregungen und Informationen zum Thema Vielfalt.

Beide Publikationen können kostenfrei unter interkultur@frsh.de oder unter 0431 2595852 bestellt werden.


Teilprojekt „diffairenz – Schulungen zur interkulturellen Öffnung und Antidiskriminierung“
(Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.)

 

Online-Lexikon ALEX erklärt die Vielfalt des Arbeitsmarktes

Von A wie Arbeitsmigration bis Z wie Zuwanderungsgesetz: Fakten und Diskurse zum Thema Migration und Arbeitsmarkt.

Im Hinblick auf die zunehmende Bedeutung von Migration und Integration für den deutschen Arbeitsmarkt sind die verwendeten Begriffe äußerst vielfältig. Was verbirgt sich hinter den oft sperrigen Worten, den schnelllebigen Prozessen und den komplexen gesellschaftlichen Debatten? Auf diese und weitere Fragen antwortet das „Arbeitsmarkt-Lexikon“ – kurz ALEX – des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“.
ALEX gibt Fachexpertinnen und -experten sowie all jenen, die sich für das Thema Migration und Arbeitsmarkt interessieren, präzise aufbereitete Informationen an die Hand. Rund 120 Artikel, die von einem interdisziplinären Team verfasst wurden, bieten Faktenwissen rund um den deutschen Arbeitsmarkt. Themen, bei denen es unterschiedliche Meinungen und Positionen gibt, wie zum Beispiel „Integration“ bzw. „Inklusion“, werden in verschiedenen wissenschaftlichen Lesarten und gesellschaftlichen Diskursen neutral dargestellt. Durch eine konsequente Verlinkung aller Fachbegriffe, eine einfach zu bedienende Suchfunktion sowie ausführliche Literaturempfehlungen regt ALEX zur tieferen Auseinandersetzung und Versachlichung bestehender Integrationsdebatten an.
Mit ALEX bietet IQ ein zentrales Wissensportal an, das bezüglich Umfang, inhaltlicher Tiefe und Benutzerfreundlichkeit einmalig ist.
Das Arbeitsmarkt-Lexikon ALEX ist ab sofort frei und kostenlos verfügbar unter: www.alex-iq.de.
Bei Nachfragen zu ALEX wenden Sie sich bitte an Dr. Johnny Van Hove, wissenschaftlicher Referent, MUT IQ: johnny.vanhove@ebb-bildung.de
Gerne stellen wir Ihnen weiteres Recherchematerial zur Verfügung und vermitteln Ihnen Kontakte zu Expertinnen und Experten, die im genannten Themenfeld aktiv sind.
 

Multiplikatorenprojekt Transfer IQ (MUT IQ) (ebb/ZWH e. V)

 

Neuer Flyer: Warum eine berufliche Anerkennung auch in Dualen Berufen wichtig ist

Bei der Vorstellung der IQ Qualifizierungsmaßnahme für Duale Berufe auf Informationsveranstaltungen stellten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Interessierten an der Anerkennung von Berufsabschlüssen aus dem Ausland vielfach dieselben Fragen

  • Wie sehen Karrierestufen im handwerklichen und kaufmännischen Bereich in Deutschland aus?
  • Welche Unterschiede gibt es zwischen den verschiedenen Bildungsabschlüssen?
  • Was ist der Nutzen der beruflichen Anerkennung für Anerkennungssuchende?

Als Antwort auf die letzte und für uns wichtigste dieser Fragen entwickelten wir einen Flyer, der bei der Entscheidung helfen soll, sich für eine berufliche Anerkennung im Bereich der Dualen Berufe zu entscheiden. Der Flyer informiert darüber, dass anerkannte Fachkräfte eine deutlich bessere Chance auf dem Arbeitsmarkt haben, da gerade in diesem Arbeitsmarktsegment der Bedarf an Fachkräften am größten ist. Ziel ist, durch den Besuch der Qualifizierungsmaßnahme die persönlichen Chancen bei der Jobsuche, Karriere, Verdienstmöglichkeiten und letztendlich auch bei der beruflichen Integration zu verbessern.
Der niedrigschwellige Ansatz des Flyers erhielt durchweg positive Resonanz. Durch die Informationen auf dem Flyer haben wir zu einem allgemeineren Verständnis der Thematik Berufsanerkennung sowie einer guten Zusammenarbeit in einem erweiterten Netzwerk beitragen können. Und letztlich haben wir somit auch mehr Personen für eine Teilnahme an der Qualifizierungsmaßnahme gewonnen, da die Teilnehmenden selbst durch den Flyer den deutschen Arbeits- und Qualifizierungsmarkt besser verstehen können.
Der Flyer steht als Download auf der Website des IQ Netzwerkes Schleswig-Holstein zur Verfügung: https://www.iq-netzwerk-sh.de/angebote/qualifizierung/duale-berufe/

 

Arne-Matz Ramcke,
Projektmitarbeiter in der Qualifizierungsmaßnahme Duale Berufe (Fortbildungszentrum der HWK Lübeck)

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